Lichttechnologie

 
 

 

LICHTTECHNOLOGIE
LED TECHNOLOGIE

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die Lichtindustrie von sich schnell entwickelnden Beleuchtungstechnologien und Anwendungen geprägt. LEDs (Light Emitting Diode = Lichtemittierende Diode) sind Halbleiterbauelemente, die Strom in Licht umwandeln. Sie sind seit den späten 50er Jahren im Umlauf und wurden zu Beginn als einfache Leuchtanzeigen in elektronischen Geräten verwendet. Ihre geringe Größe und ihr geringer Stromverbrauch machen sie zu einem sehr kompetenten Indikator, welcher perfekt für visuelle Anzeigen an bestimmten Punkten, wie Computern, Digitaluhren, Radios oder Fernbedienungen geeignet ist.

Der Wettlauf um die bestentwickelten Produkte unter den LED Herstellern führt heutzutage zu einem schnell wachsenden Potenzial dieser elektronischen Geräte. In den letzten Jahren wurde das traditionelle Konzept aufgrund der kontinuierlichen Material- und Halbleiterweiterentwicklung verändert. Die deutliche Verbesserung der sichtbaren Helligkeit, des Formfaktors und des Schaltverhaltens erschafft eine Vielzahl von neuen, einzigartigen Einsatzmöglichkeiten und eine neue Beleuchtungskategorie: heute verarbeiten LEDs Daten, dienen als Lichtquelle und können sogar Texte, Graphiken und Bilder wiedergeben, wenn sie miteinander verbunden sind. Kürzlich entwickelte LEDs können für Allgemeinbeleuchtung verwendet werden. Durch die ständige Verbesserung der LED Lichttechnologie werden LEDs nicht nur gewöhnliche Glühbirnen ersetzen, sondern ebenso das meist gebrauchte Gerät der heutigen Gesellschaft werden.
 

Worin liegt der Unterschied?
LEDs unterscheiden sich komplett von anderen Lichtquellen, wie z.B. Glühlampen, Entladungslampen und Leuchtstofflampen, nicht nur in Größe und Renderings, sondern besonders hinsichtlich ihrer Arbeitsweise. Die Lichtemittanz wird durch eine „Elektrolumineszenz Injektion“ gestartet. Dieses Phänomen wurde erstmals 1907 von H. J. Round entdeckt, der mit Silicon Carbide experimentierte. Dies bedeutet, dass Licht durch die Freisetzung von Energie während des Austausches von positiven und negativen Atomen emittiert wird. Herkömmliche Glühbirnen, zum Beispiel, erzeugen Licht durch die Erwärmung des Fadens bis zu dem Moment, wo dieser Licht absondert. Leuchtstofflampen emittieren Licht durch Fluoreszenz durch angeregte Atome und Entladungslampen durch das Ausüben eines bestimmten Drucks auf das Quecksilber in der Lampe.

 

Wie funktioniert es?
LEDs sind Halbleitervorrichtungen, die inkohärentes Licht eines engen Spektrums einer bestimmten Farbe aussenden, wenn sie elektrisch polarisiert werden.
Wie der Name bereits sagt, ist eine LED eine Lichtemittierende Diode, die einfachste Art von Halbleitervorrichtungen auf dem elektronischen Gebiet und in der Lage elektrischen Strom in eine Richtung zu leiten. Eine LED besteht aus einem Chip mit zwei halbleitenden Materialien, welche in zwei Bereich getrennt sind: die n-dotierte Seite (Anode), wo sich negativ geladene Elektronen in den positiv geladenen Bereich bewegen und die p-dotierte Seite (Katode), wo sich positiv geladene Elektronen auf die negative Seite bewegen. Der Übergangsbereich zwischen dem positiven und negativen Teil, wird als „p-n Übergang“ bezeichnet. Sobald Spannung entsteht, werden elektronenreiche Partikel ausbalanciert und somit entsteht durch den Grenzflächenkombinationsprozess Licht.

LED-Licht bezeichnet man gewöhnlich auch als Solid State Lighting (SSL), da eine Diode eine Festkörpervorrichtung (engl. solid state device) ohne bewegliche mechanische Teile ist. Solid State Lighting bietet mehrere Vorteile: niedriger Stromverbrauch, lange Laufzeit und die daraus resultierenden geringen Wartungskosten, ihr Schwingungswiderstand, keine UV-Strahlung, sowie die digitale Steuerbarkeit und sofortige Reaktion.

Für den praktischen Gebrauch sind einige Arten von LEDs auf Leiterplatten (PCBs) montiert, welche für gewöhnlich zusätzlich mit elektronischen Komponenten ausgestattet sind, um den Strom, der durch die LEDs fließt, zu steuern. Je nach Anordnung der LEDs auf der Leiterplatte, können verschiedene Typen definiert werden. Neben radialen LEDs (LEDs, die durch Bohrungen an einer Leiterplatte angebracht und durch Löten fixiert sind), welche häufig für LED-Bildschirme verwendet werden, sind Surface Mount LEDs (auch LED SMD genannt) heutzutage die meist verwendeten und modernsten Geräte. Direkt auf der Leiterplatte montiert, können diese sowohl groß oder klein sein, je nach Gebrauch und beabsichtigter Leistung. Anders als radiale LEDs haben SMDs normalerweise keine Abdeckscheiben, sondern strahlen eine gleichmäßige Lichtausbeute auf die Oberfläche.

*SMD = Surface Mount Device

GESCHICHTE

LEDs, erstmals entwickelt in den 50-er Jahren, waren ursprünglich nur in infrarot erhältlich. Diese wurden in Fernbedienungen, Fernsehern und einigen anderen Geräten verwendet.

Von 1950 bis 1990 wurden rote, grüne sowie gelbe LEDs entwickelt und Mitte der Neunziger entstand die blaue LED, wodurch dann, durch das Mischen von rot, blau und grün (Additive Farbmischung), auch weißes Licht erzeugt werden konnte. Seit der Einführung der blauen LED, hat sich die allgemeine Lichtleistung etwa alle zwei Jahre verdoppelt.

Bis zu diesem Zeitpunkt konnte weißes Licht nur durch die Kombination von „Regenbogengruppen“ von drei LEDs – rot, grün und blau – hergestellt werden.

Innerhalb der letzten Jahre, wurden neue weiße LEDs durch die Kombination verschiedener Phosphortypen mit UV LED hergestellt. Diese neue Methode ermöglicht nicht nur die Herstellung von weißem Licht, sondern erweitert ebenfalls das Farbspektrum der RGB Farben: sogar Farben wie Lila, Orange oder Pink können nun kreiert werden und somit sind dem Farbuniversum keine Grenzen mehr gesetzt.

OLEDs

Eine weitere revolutionäre Lichtquelle ist die organische LED (OLED = organic LED). Bis heute werden OLEDs hauptsächlich in elektrischen Haushaltsgeräten und Mobiltelefonen verwendet. Wenn man allerdings von hochmoderner Forschung ausgeht, werden OLEDs bereits in ein paar Jahren für eine neue Generation von innovativen Beleuchtungslösungen verwendet werden. OLEDs basieren generell auf Glassubstraten. Weitere Bestandteile sind eine lichterzeugende Schicht, die elektrische Kontaktierung und das Gehäuse. Funktionierende Prototypen zeigen, dass es möglich ist, eine flexible Lichtquelle basierend auf duktilen, transparenten Substraten zu kreieren.

Die kontinuierliche Untersuchung von Materialien führte zur Entwicklung einer Reihe von organischen Materialsystemen, wodurch Licht erzeugt werden kann. Diese Systeme werden in zwei Gruppen unterteilt: organische Leuchtdioden mit kleinen Molekülketten (sm-OLEDs) und LEDs mit großen Molekülketten, so genannte Polymere (pOLEDs). Die beiden Gruppen können anhand der Anzahl der Materialen, die erforderlich sind, um eine lichterzeugende Schicht zu kreieren, unterschieden werden. Der organische Teil der sm-OLEDs besteht aus vier Schichten; p-OLEDs hingegen können die gleiche Funktionalität mit nur zwei Schichten erreichen. 

Vom verwendeten organischen Material abhängig, kann jede Farbe des sichtbaren Spektrums erzeugt werden, einschließlich weißen Lichts. Der Vorteil von OLEDs ist deren Fähigkeit, weißes Licht bereits in der organischen Schicht durch Lichtinterferenz zu erstellen. Mit dieser Methode der Lichtinterferenz können weiße und farbige OLEDs geschaffen werden, welche komplett transparent sind, wenn sie ausgeschaltet sind. Die Herstellung dieser Art von leuchtenden OLEDs ist sehr einfach. Allerdings ist es nicht möglich die Farbe des Lichts zu ändern, es kann nur gedimmt werden. Die Interferenz zu weißem Licht ermöglicht die Einstellung der Farbtemperatur, was es möglich macht, verschiedene Farbverläufe einzustellen.
Eine andere Art, weißes Licht zu erstellen, ist das Mischen von blauem Licht der organischen Schicht und gelbem Licht des Konversionsleuchtstoffmaterials.

OLEDs bieten eine maximale Flexibilität was Farben und das Dimmen angeht, allerdings sind sie noch immer mit hohen Kosten verbunden.

VORTEILE

Als Folge der steigenden Nachfrage nach effizienten, flexiblen und kreativen Lichtlösungen in den letzten Jahren, haben sich LED Beleuchtungstechnologien erheblich weiterentwickelt. Mit einer überzeugenden Anzahl an Vorteilen, einschließlich einem geringem Energieverbrauch, einer langen Laufzeit, und einem großen Farbspekturm, sind LEDs eine echte Alternative zu herkömmlichen Lichtquellen und sind zu einem attraktiven Medium für zahlreiche Branchen geworden.

Wirtschaftliche Vorteile
Indem sie nur 10 – 20% der Energie gewöhnlicher Lichtquellen verbrauchen, sind LEDs sehr energieeffizient. Während eine Ampel, die mit einer normalen Glühbirne ausgestattet ist 150W verbraucht, reduziert eine LED den Energieverbrauch auf 10W. Dies ermöglicht nicht nur das Einsparen an Kosten, sondern ebenfalls eine Verringerung der Umweltsauswirkungen von künstlicher Beleuchtung, was in den vergangenen Jahren zu einem weltweiten Anliegen geworden ist. Im Gegensatz zu herkömmlichen Glühlampen, die in der Regel nach 5000 Stunden nicht mehr funktionieren, liegt die Laufzeit von LEDs zwischen 35000 und 50000 Stunden. Dies entspricht mehr als 5 ½ Jahren Dauerbetrieb. Folglich werden Wiederbeschaffungskosten von LEDs auf ein Minimum  reduziert.

Basierend auf ihrer fortschrittlichen Konstruktion sind LEDs sehr langlebig: während normale Lichtquellen sehr empfindlich gegenüber Erschütterungen und Vibrationen sind, macht die Ummantelung aus hochfestem optischen Güte-Harz die LEDs extrem widerstandsfähig gegen Einflüsse von außen. Diese Robustheit reduziert Wartungskosten und macht LEDs zu einer geeigneten Alternative für anspruchsvolle Installationen im Innen-und Außenbereich. Aufgrund ihrer Energieeffizienz, ihrer langen Lebensdauer und Gültigkeit, arbeiten LEDs nicht nur auf kostenfreundlicher Basis, sondern senken diese auch deutlich. Trotz der Tatsache, dass die anfänglichen Kosten von LED Lampen höher sind, als die für Glüh- oder Halogenlampen, zahlen sich die langfristigen Kostenersparnisse durchaus aus.

Vorteile für Design und Architektur
RGB LEDs emittieren eine Palette von verschiedenen Farben (bis zu 16,7 Millionen) und können, wenn man sie miteinander verbindet, Farbwechseleffekte kreieren. Die Anwendung eines Steuerungssystems ermöglicht es dem Benutzer, die Helligkeit, Farbe und Geschwindigkeit des Farbwechsels von einem RGB-LED festzulegen. Da sie sofort starten und direkt auf die Steuerung reagieren, sind sie bestens für schnelle, dynamische Lichtszenen geeignet. Die geringe Größe einer LED ermöglicht ihre Herstellung in einer Vielzahl von Formen, was sie zu einer flexiblen Lichtquelle für jede Art von Anwendung macht. 

Der niedrige Spannungsgebrauch der LEDs, das niedrige Niveau der geringen Wärme, sowie die Tatsache, dass keine UV-Strahlung erzeugt wird, machen LEDs nicht nur zu einer bequemen und flexiblen Lichtlösung, sondern auch zu einer sehr sicheren. Während herkömmliche Lichtquellen häufig nicht für die Beleuchtung bestimmter Materialien verwendet werden können, sind LEDs kombinierbar mit fast jeder Art von Material. Dies bietet dem Verbraucher eine unbegrenzte Palette von Anwendungsmöglichkeiten. 

Umweltvorteile
LEDs sind energieeffiziente Produkte, die den Kohlenstoffausstoß verringern. Da sie keine Schwefelverbindungen oder phosphoreszierende Leuchtmassen enthalten, sind sie ein umweltfreundliches Produkt, was die Entsorgung betrifft und tragen aktiv zum Schutz der Umwelt bei.

ZUKUNFTSTRENDS

Die rasante Entwicklung der LEDs, bestehend aus der kontinuierlich ansteigenden Lichtausbeute, der Verbesserung von Lichteffektivität- und Qualität, sowie der wachsenden Energie-und Kosteneinsparungen, macht die LED Leuchten zur Lichtquelle des einundzwanzigsten Jahrhundert. Da dies zu einem starken Marktwachstum geführt hat, setzt man heute auf LEDs in der Lichtbranche.

Von Anzeige zu Beleuchtung:

     

Monochrome Anzeigen

  • Ampeln, Automobil-/Ausfahrtzeichen, etc
  • Tragbare Geräte, Handys und PDAs
  • Schilder
  • Bildschirme/Videobildschirme

Neue Anwendungen

  • Transport: See, Luft, Auto, etc.
  • Beleuchtungsnischen

Anwendungsgebiete:

  • Architektur
  • Entertainment
  • Gastronomie
  • Shop

=SSL for small scale applications

Nahe Zukunft

  • Generelle Beleuchtung
  • Weiße LEDs werden herkömmliche Gluehbirnen ersetzen

Anwendungsgebiete:

  • Wohnungen
  • Konsumenten

=SSL for large scale applications

 
Heute werden fünf wesentliche Trends sichtbar:
  1. Häufigere Verwendung von LED Leuchten: Besonders der halb-professionelle Markt zeichnet sich durch eine steigende Nachfrage nach LED Leuchten aus. Ein steigendes ökologisches Bewusstsein und neue Umweltvorschriften machen LEDs zu der Beleuchtungslösung des neuen Jahrhunderts. Durch die Langlebigkeit, geringen Stromverbrauch, hohe Lichtausbeute und geringen Wartungskosten werden sie zu der idealen Lösung für jede Art von Lichtinstallation, egal ob permanent, großflächig oder klein. Besonders bei Anwendungen an schlecht erreichbaren und dadurch aufwendig zu wartenden Orten, wie bei eingesparten und verwinkelten Bereichen etwa bei hohen Gebäuden oder Brücken, ist die Langlebigkeit und Haltbarkeit der LEDs ausschlaggebend. Eine schnelle Entwicklung, die in einer steigenden Leistung und höherer Lichtausbeute resultiert, wird die Anwendungsmöglichkeiten und –bereiche von LEDs erweitern.
  2. Höhere Nachfrage nach interaktiven LED Systemen: Besonders für den professionellen Mark. Da Lichtapplikationen  immer ausgeklügelter werden, ist die Entwicklung von interaktiven und effizienten LED Systemen ein großer Vorteil. Die Verwendung von Sensor Systemen (z.B. Bewegungsmelder, Wärmesensoren, Geschwindigkeitsmessern etc.) werden immer beliebter – Installationen so flexibel wie nie zuvor. Zum Beispiel ein herkömmliches Beleuchtungssystem für öffentliche Bereiche mit interaktiver LED Beleuchtung spart nicht nur Kosten durch geringer Wartungskosten und geringeren Energieverbrauch, sondern auch dadurch, dass Licht nur bei Bedarf erzeugt wird: Das Sensor System, das mit der Umwelt interagiert, kann die Menge an Licht genau an die Anzahl an Passanten anpassen oder deren Bewegungen und Geschwindigkeit. Neben der Kostenersparnis und Energieeffizienz fügt es auch eine künstlerische Note zu der Lichtinstallation hinzu – ein einzigartiges Erlebnis für jeden Beobachter.
  3. Vorstoß auf den Konsumentenmarkt: LED Licht rückt mehr und mehr in den Fokus von Konsumenten und wird bald in das tägliche Leben Einzug erhalten. Schwache LEDs können schon in vielen Sektoren, wie bei Elektronikausrüstung, Spielzeug, Haushaltsgeräten, Verkehrssignalen etc, gefunden werden. In der Zukunft werden LEDs eine wichtigere Rolle spielen für Endkunden, da die Technologie von fortschrittlichen LEDs auf dem Vormarsch ist. Wegen der steigenden Vorteile, wie Energieeffizienz, Langlebigkeit, geringen Wartungskosten und ständig abnehmenden  Anschaffungskosten, sind LEDs so attraktiv, wie nie zuvor für den Wohnungsmarkt. LEDs werden schon als dekorative Beleuchtung genutzt und werden in naher Zukunft einige gewöhnliche Lichtquellen im Alltag ersetzen.
  4. Ansteigende Verwendung von weißen LEDs: Die Preis-Leistungssituation von weißen LEDs verbessert sich und macht weiße LEDs mehr und mehr konkurrenzfähig zu herkömmlichen weißen Lichtquellen. Im Vergleich zu herkömmlichen Lampen (z.B.  Glühlampen, Entladungslampe) sind weiße LEDs durch ihre hohe Lichtausbeute und Helligkeit, sowie durch deren einzigartige Flexibilität die Farbtemperatur des weißen Lichts (zwischen 3000 und 7000K) anzupassen die Lampe von morgen. Weiße LED Applikationen zum Beispiel werden bald die normalen Lichtquellen bei funktionaler Beleuchtung sein, die Innenstädte wiederbeleben und das Stadtleben fördern.
  5. OLEDs auf dem Vorstoß: OLEDs sind Solid State Geräte aus organischem Material (OLED) und werden als nächste Generation von LEDs gehandelt. Die aktuellsten OLEDs sind kräftig, verbrauchen wenig Strom und sind effizienter als herkömmliche Leuchtelemente und sind eine Alternative, die noch dazu ökologisch ist. Die einzigartige Variabilität bei Anwendungen durch ihre geringe Größe, extrem geringen Wärmeentwicklung und Flexibilität macht sie zu einer perfekten Lösung für fortschrittliche Lichtapplikationen – sogar auf elastischen Oberflächen wie Textilwaren, wenn sie mit einer hohen Dichte produziert werden.
Glossar
AC(Alternating Current)
Wechselstrom
Art-Net™
Ein ethernetbasiertes Protokoll zur Übertragung von DMX512-Informationen zur Steuerung von Beleuchtung.
Audio DSP (Digital Sound Processing = Digitale Klangverarbeitung)
Digitale Bearbeitung von Audiosignalen. (sound to light)
CCT (Correlated Color Temperature = relative Farbtemperatur)
Die CCT beschreibt den Wert in Grad Kelvin der relativen Farbtemperatur einer weißen Lichtquelle, welche von einer schwarzen Fläche reflektiert wird. Die CCT liegt um den Planckian Black Body Locus (BBL) und wird von abstrahlenden Licht quellen (Fluoreszenz, HID, LED) erzeugt.
Farbtemperatur
Gemessen in Kelvin (K) definiert die Farbtemperatur die Temperatur eines schwarzen Körpers (Planckschen Strahlers), die zu einer bestimmten Lichtfarbe dieser Strahlungsquelle gehört. Kaltweißes Licht befindet sich auf dem Planckschen Locus zwischen 5000 K und 6500 K, während neutralweißes Licht mit ca. 3500 K bis 5000 K gemessen wird. Warmweißes Licht liegt zwischen 2700 K und 3500 K.
Kontrastrate
Die Helligkeitsrate der hellsten Farbe (weiß) zur dunkelsten Farbe (schwarz), die von einem System produziert wird.
Cue
Eine statische Lichtszene, die in der e:cue Application Suite Software gespeichert wird. Das Konzept basiert auf professionellen Bedienelementen der Lichtsteuerung.
Cuelist
Eine Reihe aufeinanderfolgender Cues, die sich zu einer dynamischen Lichtsequenz zusammensetzen.
DALI (Digital Addressable Lighting Interface = digital adressierbare Schnittstelle für Lichtdaten)
Ein digitales Protokoll in der Lichtsteuerung, welches für elektrische Vorschaltgeräte und Dimmer üblicherweise im Bereich des Fluoreszenzlichts verwendet wird.
DC (Direct Current)
Gleichstrom.
Daisy chain – Reihenschaltung
Ein Lichtsystem, in welchem mehrere Leuchten in einer Reihe hintereinander geschaltet werden.
Potenzialfreie Kontakte
Potenzialfreie Kontakte werden genutzt, um externe Sensoren – wie Bewegungsmelder, Lichtschalter o. ä. – in ein Lichtsteuerungs-System einzubinden.
DMX512 (Digital Multiplex)
Ein Standardprotokoll, welches ursprünglich in der Bühnenbeleuchtung Verwendung fand und heute auch im Bereich der Architekturbeleuchtung Standard ist. Es dient der Kommunikation zwischen Lichtsteuerungsgeräten und Leuchten.
DMX512-Universum
Adressraum eines DMX-Kanales mit 512 DMX-Adressen.
DSI (Digital Signal Interface = digitale Signalschnittstelle)
Ein Protokoll zur Steuerung von Licht in Gebäuden, Vorläufer des DALI-Systems.
Dynamic White
Eine Mischung aus warm- und kaltweißen LEDs, welche es ermöglichen, verschiedene Farbtemperaturen zu erzeugen.
e:bus
Ein spezielles e:cue-Protokoll zur Kommunikation zwischen Geräten wie der Glass Touch-Serie und dem Butler XT. Der e:bus trägt gleichzeitig Daten und Stromversorgung.
e:net
Ein ethernetbasiertes e:cue-Protokoll zur Kommunikation mit den meisten e:cue-Steuerungsgeräten und Servern.
e:pix
e:pix ist ein auf DMX512 basierendes Protokoll, welches von e:cue zur An steuerung von Traxon e:pixkompatiblen Produkten entwickelt wurde. Kann jedoch 2048 Kanäle steuern.
EIB (European Installation Bus)/KNX
EIB – zurzeit abgelöst durch KNX – ist ein Standard Protokoll im Bereich der Gebäudetechnik.
Efficacy = Lichtausbeute
Das Verhältnis des von einer Lichtquelle abgegebenen Lichtstroms und der von ihr genutzten Leistung. Sie wird angegeben in Lumen pro Watt.
IP-Schutzklasse (Ingress Protection)
Sie gibt den Schutz von elektrischen Geräten vor der Einwirkung von Fremdkörpern wie z.B. Staub, Berührung oder Wasser an. Die Bezeichnung beinhaltet die Buchstaben IP gefolgt von zwei Zahlen und einem optionalen Buchstaben.
KiNET™
Ein ethernetbasiertes Protokoll entwickelt von Color Kinetics.
Lichtstrom (Luminous Flux)
Die Strahlungsleistung einer Lichtquelle unter Berücksichtigung der Wahrnehmung verschiedener Wellenlängen durch das menschliche Auge.
MIDI (Musical Instrument Digital Interface)
Ein Standardprotokoll, welches den seriellen Datenaustausch zwischen elektronischen Musikinstrumenten, Computern und anderen elektronischen Geräten ermöglicht.
Pitch
Die Entfernung zweier nebeneinander liegender Pixel.
PoE (Power over Ethernet)
Ein Verfahren zur Versorgung eines Gerätes mit Spannung und Daten über ein Ethernetkabel (CAT5 oder höher). Die Spannung kann dabei über ein PoE-taugliches Netzteil oder einen Server einspeist werden.
PWM (Pulse Width Modulation)
Eine Dimmungsmethode, bei welcher LEDs in einer Frequenz an- und ausgeschaltet werden, die für das menschliche Auge nicht sichtbar ist.
RDM (Remote Device Management)
Ein DMX512-basiertes Protokoll zur bidirektionalen Kommunikation zwischen der Lichtsteuerung und einer RDM-fähigen Leuchte.
Auflösung
Die Anzahl der Pixel innerhalb einer definierten Fläche.
RS232
Eine Standardschnittstelle zum seriellen Austausch von Daten zwischen Geräten.
Geeignet für Installationen in Küstengebieten
Küstengebiete stellen Lichtdesigner und Planer vor besondere Herausforderungen, wenn es um die Wahl der richtigen Lichtlösung geht, da hohe Luftfeuchtigkeit und Salzgehalt der Luftwie ein Katalysator bei der Oxidation wirken.
Traxon’s Nano Liner Allegro AC XB, Monochrome Tube, Media Tube und Wall Washer Shield AC XB sind für den Einsatz in Küstengebieten geeignet. Diese wetterfesten Leuchten wurden diversen Tests unterzogen. Unter anderem wurden die Leuchten einem 200 Std. Salzspraytest unterzogen und 168 Stunden hoher Luftfeuchtigkeit/ hoher Temperatur ausgesetzt, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Seeluft zu prüfen. Diese Produkte sind für die Installation in Küstengebieten geeignet und haben bis zu 5 Jahre Garantie auf ihre Funktionsfähigkeit.
Smart Chip
Ein auto-adressierendes System verfügbar für Traxon Module, Boards, Coves und Strips.
TX CONNECT®
Ein Stecksystem, welches Strom und Daten in nur einem Kabel kombiniert und so die Verkabelung einer Vielzahl von Traxon-Leuchten erheblich vereinfacht.